Von der Schulpferdereiterin zur Stallbesitzerin

Von der Schulpferdereiterin zur Stallbesitzerin

Jedes pferdebegeisterte Mädchen (und natürlich auch jeder pferdebegeisterte Junge) hat den Traum von einem eigenen Pferd. Auch ich hatte ihn sehr lange.

Zuerst möchte ich euch kurz meine Geschichte erzählen. Von klein auf mochte ich Tiere immer sehr gerne und wollte dann auch reiten lernen. Meine Eltern erfüllten mir den Wunsch und ich durfte bei einer Bekannten auf ihren Islandponys reiten. Leider war der Reitunterricht dort nicht so toll wie ich es mir erwartet hatte. Deshalb wechselte ich nach knapp einem Jahr den Stall. Da war ich ca. 6 Jahre alt. Wir zogen um und ich fad eine professionelle Reitschule in unserer Nähe. Dort nahm ich jahrelangen Unterricht. 2013, als ich 10 Jahre alt war, erfüllten mir meine Eltern meinen größten Wunsch: ein eigenes Pferd. Ich bekam eines, weil ich eine unheilbare Krankheit bekam (Diabetes Typ 1 und Zöliakie). Meine Reitlehrerin suchte ein Pferd für mich, da ich noch sehr klein war und meine Eltern nichts von Pferden verstehen. Es war ein kleiner Schecke, lieb und nett. Leider passte er nicht wirklich zu mir (er ging fast durch, machte was er wollte usw., weil er nur große Reiter gewohnt war und ich gerade einmal mit meinen Füßen über die Satteldecke kam). Danach kreuzte eine braune Stute meinen Weg. Zuerst war sie brav und schien perfekt zu sein. Doch dann, nach einem Monat ca., begann sie mich zu beißen und beim Reiten zu buckeln, weil sie mich nicht ernst nahm. Ich war einfach zu klein und zu jung um mich durchzusetzen. Ich hatte Angst vor ihr und schließlich mussten wir sie wieder zurückgeben. Ich ritt eine Zeit lang wieder Schulpferde und dann kam durch einen Zufall mein jetziges Pony, Everest, in den Stall. Er war einfach perfekt. Gutmütig, lieb und ließ alles mit sich machen. Deshalb behielt ich ihn. Nach 1,5 Jahren in der Reitschule beschloss ich den Stall zu wechseln. Es gab einige Probleme mit der Haltung. Nichts gegen die Reitschule, ich habe dort sehr viel gelernt, aber Everest stand nur in einer kleinen dunklen Box, bekam nicht viel Futter, durfte nie hinaus und die Reitlehrer benutzten ihn einfach für den Unterricht. Unter anderem wurde ich von den Erwachsenen nicht ernst genommen. Also zogen wir um in einen kleinen Privatstall, ebenfalls in meiner Nähe. Dort steht er jetzt noch immer, seit fast 3 Jahren. Er steht in einer Herde mit rund 15 Pferden. Von Herbst bis Frühling stehen die Pferde nachts im Stall und tagsüber auf einer riesigen Koppel. Im Sommer kommen sie am Tag in die Box und in der Nacht hinaus. Die Stallbesitzer sind sehr freundlich und kümmern sich sehr gut um die Pferde. Die Boxen sind groß und luftig, sie bekommen mehr als genug Futter und Auslauf und werden alle pferdefreundlich behandelt. Es gibt nichts auszusetzten.

Jetzt, drei Jahre später, wird sich mein zweitgrößter Traum erfüllen: ein eigener Stall! Ich bin 15 Jahre alt, und ich weiß, dass das eine sehr große Verantwortung ist. Meine Familie und ich sind umgezogen und haben nun genug Platz für zwei Pferde. Der Weg zu unserem jetzigen Stall ist zu weit und der nächste Stall ist auch etwas weiter weg. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem zweiten Pony gemacht und schließlich eines gefunden: Shirin. Sie steht nun für fast zwei Monate in unserem jetzigen Stall. Sie soll sich an Everest gewöhnen und auch an mich.

Mitte September ist es dann so weit: Meine Ponys werden zu mir nach Hause kommen! Ein kleiner Stall, zwei Boxen und eine Sattel- und Futterkammer. zwei kleine Koppeln am Haus und eine Nachbarwiese stehen uns zur Verfügung. Außerdem sind wir mitten in einem Naturschutzgebiet und haben einen ganzen “Berg” für lange Ausritte zur Verfügung.

Ich habe genug Zeit, um neben der Schule noch zwei Ponys zu Versorgen. Es wird schwer werden und viel Arbeit sein, aber ich werde es schaffen. Ein wenig Unterstützung habe ich von meiner Familie, auch wenn sie sich nicht ganz so gut auskennen.

Derzeit bin ich am planen und überlegen. Der Bruder der Stallbesitzerin ist Hufschmied und würde weiterhin unsere Pferde beschlagen, obwohl es ein weiterer Weg ist. Die Stallbesitzerin wird uns das Futter mitbestellen, wir müssen es nur von ihr abholen, was sehr praktisch für uns ist. Nun geht es noch darum Heu zu holen, einen Tierarzt zu finden und ich muss mich noch für die richtige Einstreu entscheiden. Ich ziehe in Erwägung mir Strohpellets zu kaufen.

Nun seid ihr dran! Hat jemand von euch Erfahrungen mit Strohpellets gemacht? Und wollt ihr mehr Beiträge zu diesem Thema haben (Wenn die Pferde da sind, der Stallalltag usw.)?

Übrigens überlege ich einen eigenen Blog zu erstellen…soll ich das machen?

 

 

 

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