Der Traum vom eigenen Fohlen – Die Kosten [Teil 7]

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Kosten

Schon bei den Gedanken seine Stute decke zu lassen sollte man im Voraus an die entstehenden Kosten denken. Denn bis aus einem Fohlen überhaupt erstmal ein Reitpferd geworden ist, wird es schon einiges an Geld gekostet haben. Und dazu hat man beim Züchten natürlich nie eine Garantie, dass es genau das Pferd wird, was man sich gewünscht hat.

Kosten bis zur Fohlengeburt

Alleine schon bevor das Fohlen das Licht der Welt erblickt hat, entstehen einige Kosten. Zunächst einmal muss die Stute natürlich während der Trächtigkeit versorgt werden. Wir nehmen an, die Stute steht in einem Reitstall und die Pensionskosten belaufen sich auf 250€ pro Monat.

Außerdem fallen in dieser natürlich weiterhin Kosten für den Schmied (240€), Impfungen und Wurmkuren (180€) an.

Ebenso fallen vor der Fohlengeburt noch die Kosten für die Decktaxe und Besamung an. Der Preis der Decktaxe variiert natürlich je nach Ansprüchen an den Deckhengst. Mit rund 1.000€ sollte man allerdings schon für Decktaxe und Versand rechnen. Dazu kommen dann noch die Tierarztkosten für die Besamung und Trächtigkeitsuntersuchungen, die sich auf rund 400€ belaufen.

Damit das Fohlen später seine Papiere bekommt, muss man noch Mitgliedschaft in einem Zuchtverband werden. Die Kosten belaufen sich auf durchschnittlich 90€.

Nicht zu vergessen sollte die Haftpflichtversicherung der Stute in der Zeit der Trächtigkeit sein. Diese kostet je nach Versicherung rund 60€ pro Jahr.

Bis überhaupt das Fohlen entstanden ist und überhaupt das Licht der Welt erblickt hat, sind so schon Kosten in Höhe von rund 4.720€ angefallen. Mehrkosten für eine mögliche zweite oder dritte Besamung, Komplikationen oder auch Zusatzfuttermittel sind hier nicht berücksichtigt.

Kosten vom Fohlen bis zum Reitpferd

Das Fohlen erblickt das Licht der Welt und läuft die ersten sechs Monate noch bei der Mutterstute bei Fuß. Wir rechnen für diese sechs Monate mit den 250€ für Mutterstute und Fohlen zusammen weiter.

Ebenso fallen für das Fohlen noch Kosten für Schmied (150€), Impfungen und Wurmkuren (85€) an. Eine Eintragung beim Zuchtverband kostet rund 200€.

Unser Fohlen wird also nach 6 Monaten von der Mutterstute abgesetzt. Die Kosten für die Stute betrachtet wir ab jetzt also nicht mehr. Bis das Fohlen dreijährig ist vergehen also noch 30 Monate in denen es jeden Monat rund 180€ an Pensionskosten benötigt.

In dieser Zeit fallen natürlich auch weitere Besuche des Hufschmieds (600€), Impfungen und Wurmkuren (525€) an.

Ebenso muss das Fohlen nach dem Absetzen eine eigene Haftpflichtversicherung bekommen die für diese drei Jahre 180€ zusammen kostet.

Wir kommen also so auf eine Gesamtsumme von 13.360€ bis aus dem Fohlen ein noch nicht eingerittener Dreijähriger geworden ist. Auch hier sind wieder mögliche Verletzungen und Zusatzfuttermittel nicht mit einberechnet. Diese Summe befindet sich also an der unteren Grenze für die Kosten eines eigenen Fohlens.

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Kosten

Selbst züchten oder Jungpferd kaufen?

Diese Frage ist natürlich abhängig davon, ob man für den Eigenbedarf züchtet und wie hoch die eigenen Ansprüche sind.

Allerdings hat man natürlich beim eigenen Fohlen immer die Gefahr, dass es nicht so wird, wie man es sich wünscht. Das kann einmal ein mangelndes Exterieur sein, fehlende Qualität oder auch ein mangelhaftes Interieur. Also auch wenn man nur als Hobbyreiter für den Eigenbedarf züchtet, kommt man eventuell in die Situation das eigene Fohlen zu verkaufen, weil es einfach zu schwierig ist.

Allerdings für ein durch- oder sogar unterdurchschnittlichen Dreijährigen, der auch noch nicht angeritten ist die über 13.000€ zu verlangen nur um seine Kosten zu decken ist mehr als schwierig.

Nun könnte man natürlich über den Kauf eines Jungpferdes nachdenken. Gerade nicht eingerittene Youngster bekommt man je nach Ansprüchen schon für unter 10.000€. Viel günstiger ist das sicher nicht, aber man sieht eben schonmal was man hat und kauft natürlich im besten Fall auch ein gesundes Pferd.

Letztendlich hat es natürlich einen unfassbaren Charme ein Fohlen aus der eigenen Stute zu ziehen, jedoch sollte man sich auch für alle Möglichkeiten schon im voraus Gedanken machen. Denn auch wenn das Fohlen am Ende nicht so wird, wie man es sich wünscht, ist es dennoch ein Lebewesen, welches Anspruch auf ein artgerechtes Leben hat.

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