Der Traum vom eigenen Fohlen – Die Fohlenaufzucht [Teil 6]

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Fohlenaufzucht

Das kleine Fohlen hat endlich das Licht der Welt erblickt und der Traum vom eigenen Fohlen ist wahr geworden. Allerdings sollte man sich im Voraus schon Gedanken über eine argerechte Fohlenaufzucht des Sprösslings machen um dem Fohlen einen bestmöglichen Start in sein Leben zu bieten.

Eine gute Fohlenaufzucht

Eine gute Fohlenaufzucht ist nicht nur wichtig für die körperliche, sondern auch die seelische Entwicklung des jungen Pferdes. Fehler, die in der Zeit der Aufzucht gemacht werden, können schwer wieder ausgebügelt werden.

Grundstein einer artgerechten und guten Fohlenaufzucht sind ausreichende Bewegungsmöglichkeiten und Sozialkontakte. Zwar sollte das Fohlen in seinen ersten Lebenstagen nur mit der Mutter geduldig an seine Umgebung und vorallem auch den Weidezaun gewöhnt werden, doch wenn es anschließend mit der Mutterstute in eine Stuten-Fohlen-Herde kommen. Hier kann es mit Gleichaltrigen spielen und Sozialkontakte pflegen.

Das Fohlen sollte in erster Linie natürlich Pferd sein dürfen. Allerdings sollten natürlich auch schon einige Grundregeln erlernt werden. Der Mensch sollte eine verlässliche Führungsperson für das Fohlen sein. So steht anfangs natürlich auch immer die Mutterstute zur Seite des unerfahrenen Fohlens, während es die Berührungen des Menschen kennenlernt. Verzichte auf zu langes Üben oder Überfordern des Fohlens. Nach und nach kann es in seinem jungen Lebensalter aber auch schon an das Halfter gewöhnt werden, Putzzeug kennen lernen und lernen geführt zu werden.

Auch sind von Beginn an regelmäßige Termine beim Schmied zu empfehlen. Diese dienen in erster Linie zur Vorsorge und sollen mögliche Fehlstellungen frühzeitig erkannen. So können diese rechtzeitig korrigiert werden. Auch regelmäßige Impfungen und Wurmkuren sollten vom Tierarzt des Vertrauens durchgeführt werden. Am besten sollten Entwurmungen natürlich gleichzeitig in der ganzen Herde durchgeführt werden.

Vom Fohlen zum Jungpferd

Schnell wird man merken, dass das aufgeweckte und neugierige Fohlen zu einem selbstständigen Jungpferd heranwächst. Schon nach dem zweiten Lebensmonat trinkt es zwar noch die Milch der Stute, kann aber schon Körner- und Raufutter verwerten. Hier sollte man ein ausgewogenes Fohlenfutter zufüttern. Dieses enthält wichtige Vitamine und Mineralstoffe für ein gesundes Wachstum des Fohlens. Wichtig ist allerdings, dass das Fohlen schlank gehalten wird – aber natürlich nicht mager. Ausreichend Bewegung und Beschäftigung mit Artgenossen sorgen allerdings in den meisten Fällen für den nötigen “Sport”.

Der Traum vom eigenen Fohlen - die Fohlenaufzucht

Ein Absetzen des Fohlens erfolgt in der Regel nach rund 6 Monaten. Spätestens sollte dies allerdings nach rund 8 Monaten erfolgen, um die Stute zu schonen. Denn so ein kleines milchsaugendes Jungpferd, kann eine Stute ganz schön ausmergeln. Das Absetzen kann nach und nach oder abprubt erfolgen. Hilfreich ist natürlich, wenn das Fohlen direkt in eine Herde mit anderen Absetzern kommt. So ist der Trennungsschmerz schnell überwunden.

Aber auch die Jungpferde-Herde sollte genügend Bewegung, Licht und Luft haben. Das heißt im Sommer große Weiden und im Winter Offen- oder Laufställe mit großen befestigten Paddocks. Ein abwechslungsreiches Gelände schult die Trittsicherheit und fördert die Aufmerksamkeit. Auch eine bedarfsgerechte Fütterung ist in diesem Alter wichtig. Die Jungpferde sollten zudem nicht verwildern und regelmäßig den Kontakt zu Menschen haben. Sei es bei der Fütterung, der Kontrolle der Herde oder ähnlichem. Es sollte ein gesunder Mix zwischen “Pferd sein” und “Kennenlernen mit dem Menschen” sein.

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