10 komische Dinge, die Reiter machen

10 komische Dinge, die Reiter machen

1. Alles was sich bewegen kann, wird durch schnalzen angefeuert, egal ob es das Auto ist, dass sich den Berg hochquält oder du selbst auf dem Fahrrad. Und zum langsamer werden wird natürlich nicht gebremst sondern “Brrrrrhhhh” gerufen. Das wirkt immer, auch bei kaputten Bremsen.

2. Egal ob du 5 oder 20 Jahre alt bist. Jedes Pferd, das du siehst wird mit einem schrillen Ausruf und hektischem Gewinke an alle Umstehenden sofort kenntlich gemacht. Ein Pferd, das hab ich ja noch nie gesehen! Guckt schnell, da steht ein verdammtes Pferd im Garten!

3. Wir haben in jahrelanger, harter Arbeit unsere Ring- und kleinen Finger solange gestählt, dass jeder Bodybuilder auf diese Muskelberge und jeder Drache auf die drei Lagen Hornhaut neidisch wäre. Und deshalb wird jetzt grundsätzlich alles zwischen diesen beiden Finger verstaut, auch wenn es kein Zügel ist. Hundeleinen, Einkaufstüten, hauptsache es wird reitermäßig gehalten.

4. Die Sache mit dem Ekel. Zuhause wird lieber die ganze Bude in Brand gesetzt anstatt die Spinne zu töten, aber im Stall versorgen wir ekelig stinkende, eiterne Wunde ohne mit der Wimper zu zucken. Oder Handschuhe zu tragen. Und natürlich gibt es danach erstmal was zu essen. Was guckst du denn so blöd? Das war anstrengend, ich habe Hunger.

5. Wenn man als Reiter eins weiß, dann das Pferdeprodukte nicht nur für Pferde sind. Ultimatives Wundermittel für alles? Lederfett. Schuhe dreckig? Lederfett. Sonnenbrand? Lederfett! Kind steckt mit Kopf in der Suppenschüssel? Hast du schon mal ordentlich Lederfett drangeschmiert? Aber wir haben ja nicht nur Lederfett. Wir missbrauchen auch die Sattelseife für sämtliche Fettflecken, die Leckerlis als Notsnack zwischendurch und das Zeug was das Pferd auf Turnieren ruhig stellt, kann doch auch für den Reiter nicht schlecht sein. Er ist auf jeden Fall sehr, sehr ruhig danach.

6. “Ja du bist mein kleiner Pusemuse-Schnuckelbär. Ja wer kriegt von Mama einen Knutschi? Ja, du kriegst von Mama einen Knutschi.” Wer das hört, kann beruhigt sein. Er ist nicht gerade in den Betriebsausflug der Vereinigung arbeitsloser Teletubbies und betrunkener Esoterikmütter geraten. Das ist einfach nur ein Reiter, der sich gerade mehr oder weniger ungestört fühlt. Bei uns verursacht der Anblick von Pferden einfach mal Synapsenklappern. Abhilfe schafft übrigens ein fester Schlag auf den Hinterkopf, dann läuft die Maschine plötzlich wieder.

7. “Büffel! Wenn ich dich in die Finger kriege, kommst du in die Wurst, du drittklassiger Ackergaul.” Keine Sorge, wenn du das hörst, ist weder der Pferderipper unterwegs, noch geht das Pferd wirklich den Weg zur Salami. Es hat gerade nur ziemlich große Scheiße gebaut. Kinder angefressen. Oder die Stabilität der nicht vorhandenen Stallkappen geprüft. Und wer gedacht hat Reiter können nur wie behinderte Glücksbärchis mit ihren Pferden reden. Tut mir leid, wir können auch so schimpfen, dass jedem erwachsenen Mann die Schamesröte ins Gesicht steigt.

8. Dein Pferd hat einen eigenen Osteopathen, Schamanen, Modeberater, Masseur und Yoga-Lehrer. Außerdem bekommt es die Möhrchen nur klein geschnitten und nur auf dem Silbertablett serviert und der Tierarzt tanzt an, sobald auch nur ein Hüsterchen zu hören ist. Du dagegen sitzt zuhause, isst zum dritten Mal diese Woche Tiefkühlpizza oder Toastbrot mit Ketchup und fragst dich, ob du wirklich zum Arzt musst, weil dein Finger in so einem komischen Winkel ansteht, seit dein Pferd ihn probiert hat. Ach, ein bisschen Pferdesalbe drauf, dann geht das schon wieder.

9. 4.00 Uhr morgens aufstehen um auf Turnier zu fahren? Kein Problem, dass ist ja quasi schon spät! Um 6.30 Uhr aufstehen um in die Schule/ zur Arbeit zu gehen? Geht gar nicht so früh, wenn soll ich denn schlafen? Die können das ganze doch wohl nach hinten verlegen, dass ist ja wohl nicht zu viel verlangt.

10. Du stellst schon keine Fragen mehr, wenn es darum geht, warum du die gesuchten Bandagen im Badezimmerschrank und die verlorene Gerte unter dem Bett liegt. Und wieso das Auto schon wieder voller Stroh ist. Und Halfter, Schabracken und einem Shetlandpony, dass man einfach nicht beim letzten Pferdemarkt stehen lassen könnte. Aber hauptsache die Box ist sauber.

Foto: Hat auch eine komische Reiterin abbekommen.

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